Beschlussvorschlag:
1.
Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlen wird eine
Bandbreite Wanderungsbewegung (BW) und eine Bandbreite Inklusion (BI) je Schule
wie folgt festgelegt:
Bandbreiten
BW BI
Gudrun-Pausewang-Grundschule
+7%
+4%
Astrid-Lindgren-Grundschule
+5%
+2%
Grundschule
Burgdorf +3%
+4%
Waldschule
Ramlingen-Ehlershausen +3%
+4%
Grundschule
Otze +3%
+3%
Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule
(bis 9. Jahrgang) +10
Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule
(von 9.
auf 10. Jahrgang) -3% +10%
Gymnasium Burgdorf (bis 9.
Jahrgang) -3%
Gymnasium Burgdorf (von 9. auf
10. Jahrgang) -10%
+1%
2.
Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlen für die
Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf und für das Gymnasium Burgdorf wird das
Anwahlverhalten zum 5. Jahrgang (Übergang vom Primar- zum Sekundarbereich I)
wie folgt festgelegt:
Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule
Burgdorf 42 % Gymnasium Burgdorf 58 %
3. Zur Ermittlung der
voraussichtlichen künftigen Schülerzahlentwicklung im Sekundarbereich II des
Gymnasiums Burgdorf wird die Übergangsquote je Jahrgang mit 90% festgelegt.
4. Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlentwicklung im Sekundarbereich II der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf wird die Übergangsquote je Jahrgang mit 60% festgelegt.
Sachverhalt und Begründung:
Die
in der Vorlage BV 2020 1155 genannte Festlegung über die Bandbreiten
Anwahlverhalten, Wanderungsbewegung und Inklusion für die Schulen in
Trägerschaft der Stadt Burgdorf wurde durch die Verwaltung überprüft. Die
Untersuchung ergab für alle Bandbreiten eindeutige Hinweise darauf, dass eine
Aktualisierung und Neuberechnung der Bandbreiten erforderlich ist.
In
der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung mit Vertretern aus Politik,
Elternschaft, Lehrerschaft, Schülerschaft und Verwaltung wurden die Bandbreiten
Anwahlverhalten, Wanderungsbewegung und Inklusion unter Berücksichtigung der
Anforderungen und Bedarfe diskutiert und als Vorschlag verabschiedet. Es konnte
in allen Punkten zu den Bandbreiten Einigkeit erzielt werden.
Ziel
der Festlegung der neuen Bandbreiten soll es sein, die Schülerzahlentwicklung
aller Schulen in Trägerschaft der Stadt Burgdorf genauer und zukunftssicherer
zu prognostizieren.
In
den Darstellungen der Anlage wird unter Ziffer I. und II. die individuellen
Bedingungen der jeweiligen Schule im Hinblick auf die Inklusion und
Wanderungsbewegung im Betrachtungszeitraum von 2013 bis 2022 verdeutlicht. Die
neu ermittelten und festzulegenden Bandbreiten zur Inklusion und zur
Wanderungsbewegung lassen für die Zukunft konkretere Prognosen zur
Schülerzahlentwicklung und Raumplanung zu.
Unter
Ziffer III. wird die Schülerzahlentwicklung in den einzelnen Schulen im
Betrachtungs-zeitraum von 2015 bis 2022 dargestellt. Die Darstellungen zeigen
zunächst die zukünftige Schülerzahlentwicklung im Primarbereich. Diese
Darstellung ist Grundlage für die Berechnung der Schülerzahlen mit der
aktuellen Anwahlquote. Das Anwahlverhalten für die
Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (RBG) und für das Gymnasium (Gym) beträgt nach
der aktuellen Beschlusslage vom 04.06.2020 40% zu 60%. Im Weiteren wird
dargestellt, wie die Schulanmeldungen in den zurückliegenden Schuljahren und
deren Anwahlquote tatsächlich erfolgte. Hieraus ergibt sich eine Empfehlung zur
Anwahlquote von 42% zu 58%.
Unter
der Ziffer IV. wird der Übergang zum Sekundarbereich II der RBG und des
Gymnasiums für den Betrachtungszeitraum von 2010 bis 2022 dargestellt. Im
Einzelnen wird der Übergang mit jeweils einer Quote von der 10. in die 11.
Klasse, von der 11. in die 12. Klasse und von Klasse 12. in die 13. Klasse
dargestellt. Bei den Übergängen des Gymnasiums ist festzustellen, dass ca. 10%
der Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 10 und 11 nicht auf dem
Gymnasium verbleiben und die Schule verlassen. Eine Übergangsquote für den
Sekundarbereich II im Sinne Schülerzahlprognose sollte bei 90% liegen. Bei den
Übergängen der RBG ist festzustellen, dass ca. 40% der Schülerinnen und Schüler
nicht auf der RBG verbleiben und die Schule verlassen.
Die Berücksichtigung von
Bandbreiten und deren Quoten für die Beschulung von Schülerinnen und Schülern
liefert keinen absolut gesicherten Ausblick auf die zukünftige Beschulung. Sie
dient der Prognose und bietet eine bessere Einschätzung in Bezug auf die
Schülerzahlentwicklung.
In
der beigefügten Anlage sind die Neuberechnung und die Festlegung der
Bandbreiten dargestellt.
(Pollehn)