Herr Trappmann gab eine kurze Einführung in den bisherigen „Verfahrensablauf“ und erläuterte die maßgeblichen Probleme des Vorhabens: Die Sicherung der freien Zugänglichkeit des Gebietes für alle Erholungssuchenden, eine Absicherung der Stadt Burgdorf für den Fall der Insolvenz des Investors und die Verhinderung einer Dauerwohnnutzung. Diese Fragen habe man mit dem beauftragten Planer erörtert, sei aber bisher noch nicht zu einer einheitlichen Meinung gekommen. Neben diesen Einzelfragen steht auch noch die Grundsatzentscheidung aus, ob sich Verwaltung und Politik eine tourismuswirtschaftliche Nutzung der Kiesteiche vorstellen können. Mittlerweile sei das Konzept überarbeitet worden. Dieses überarbeitete Konzept sehe verschiedene Funktionsbereiche vor, die ggf. durch verschiedene Investoren realisiert werden könnten.

Zwar solle nach Angaben des Planers nur das nord-westliche Gebiet, d.h. der Bereich der Hausboote nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein, für die Verwaltung sei jedoch fraglich, ob der zukünftige Investor bzw. die Investoren sich an diese „Maßgabe“ hielten. Planer und Eigentümer halten es für erforderlich, zunächst eine Änderung des Flächennutzungsplans vorzunehmen, um mit diesem positiven Signal auf Investorensuche zu gehen. Die Verwaltung wolle jedoch erst Kenntnis darüber haben, wer als Investor in Frage komme, um bereits im Vorfeld entsprechende Gespräche führen zu können.

Der Planer habe im letzten Gespräch angeregt, dass sich Politik und Verwaltung entsprechende Beispiele in der näheren Umgebung bis Oktober diesen Jahres ansehen könnten. Eine entsprechende Einladung hat der Ausschussvorsitzende erhalten. Grundsätzlich sei es vorstellbar, dieses Projekt im Rahmen des ISEK genauer zu betrachten, da hier ohnehin die Themen Erholungs- und Freizeitnutzung behandelt würden.

 

Frau Weilert-Penk machte deutlich, dass die SPD–Fraktion dem Vorhaben nicht generell entgegenstehe und nichts gegen die Besichtigung verschiedener Beispiele einzuwenden habe. Grundsätzlich müsse man sich überlegen, wie man dieses Projekt für die Stadt Burgdorf nutzbar machen könne, wenn damit keine Kosten für die Stadt verbunden seien.

Herr Schrader schloss sich dieser Auffassung an.

Herr Hunze stellte fest, dass das Vorhaben sich sehr gut dafür eigne im Rahmen des ISEK beraten zu werden. Er sprach sich dafür aus, dass alle Planungskosten zu Lasten des Investors gehen und dieser in jedem Fall die Maßgaben der Stadt hinsichtlich der Zugänglichkeit, der finanziellen Absicherung und des Dauerwohnens erfüllen müsse.

Herr Plaß sah es als notwendig an, im Rahmen der weiteren Planungen auch die lokalen Eigentümer, wie die Landwirtschaft und die Jägerschaft, in das Vorhaben einzubinden.

 

Herr Dr. Zielonka fasste den Konsens des Bauausschusses dahingehend zusammen, dass alle Ausschussmitglieder die Behandlung des Projektes im Rahmen des ISEK befürworteten und eine Bereisung verschiedener Beispiele für sinnvoll erachteten.

Herr Trappmann fügte ergänzend hinzu, dass er sich zwar vorstellen könne, das Thema Freizeitnutzung und die sich aus der Seenlandschaft ergebenden Potentiale im Rahmen des ISEK zu diskutieren. Allerdings sollten die verschiedenen ISEK-Arbeitsgruppen sich nicht zu detailliert mit der konkreten vorliegenden Planung befassen.

 

Herr Bürgermeister Baxmann schlug vor, die Bereisung für einen Zeitpunkt nach Ostern vorzusehen.