Sitzung: 04.12.2008 Bauausschuss
Frau Behncke berichtete, dass die Bebauungspläne Nr. 0-19/2 „Obere Marktstraße“ 2. Änderung und Nr. 0-45/2 „An der Mösch“ 2. Änderung am 20.12.08 im Amtsblatt bekannt gemacht worden seien und somit ihre Rechtskraft erhalten hätten.
Zum Thema „Selbstbestimmt Leben im Alter“ führte Frau Behncke aus, dass dieses Thema in den letzten Monaten mehrfach im Bauausschuss vorgetragen worden sei. Angeregt durch die Region Hannover, die für die Realisierung innovativer Seniorenwohnprojekte z.B. nach dem sog. „Bielefelder Modell“ warb, sei ein Arbeitspapier entwickelt worden. Dieses Papier „Burgdorfer Modell“ diene als Sachstandsbericht und als Information der politischen Gremien. Das Papier sei mit den Akteuren (Seniorenrat, Fachabteilungen) abgestimmt und es sei als wesentliche Basis und Begründung für den am 10.11.2008 bei der Region gestellten Antrag auf Unterstützung des „Burgdorfer Modells“ genutzt worden. Auf der Pflegekonferenz der Region am 20.11.2008 in Großburgwedel sei das Konzept ebenfalls genannt worden. Das Konzept solle nun in der Entwurfsfassung von den Fachausschüssen zur Kenntnis genommen werden und möglichst mit der Empfehlung versehen werden, auf den Aussagen des Arbeitspapiers aufzubauen und in die aufgezeigte Richtung weiter zu wirken. Darüber hinaus sei es am vergangenen Donnerstag, dem 27.11. durch Herrn Brinkmann im Ausschuss für Soziales und Ausländische Mitbürger vorgestellt worden. Hier sei das Papier begrüßt worden und empfohlen worden, daran weiter zu arbeiten.
Inhaltlich sei das Papier den Anforderungen nach einem zukunftsweisenden Wohn- und Betreuungsmodell unterstellt, wonach eine qualitätsvolle Pflege bei verringerten Kosten ermöglicht und gleichzeitig ein selbstbestimmtes Leben im Alter sichergestellt werden soll. Wesentlicher Ansatz des Burgdorfer Modells sei die Einbeziehung bestehender Wohnquartiere mit durchmischter Altersstruktur in die Gesamtkonzeption, so dass keine demografische Segregation erfolge. Hierfür sollten an mehreren ausgesuchten Standorten entsprechende Infrastrukturen (Wohncafés, integrierte Pflegestationen im Quartier) entwickelt werden. Dazu seien mittlerweile drei konkrete Projekte in Burgdorf geplant, die das Potential böten, in Burgdorf ein aus dem Bielefelder Modell abgeleitetes „Burgdorfer Modell“ zu entwickeln. Das Arbeitspapier zeige Handlungsbedarfe, aber auch Handlungsansätze für Burgdorf auf und sei so entwickelt, dass die drei konkreten Projekte in ein allgemeineres, übergeordnetes und speziell auf Burgdorf zugeschnittenes Konzept eingebunden werden könnten.
Zwar stelle das Arbeitspapier eine grundsätzliche Willens-Bekundung dar, aber dennoch sei es nur als erster Handlungsansatz, als Diskussionsgrundlage und Thesenpapier zu verstehen und solle noch mit allen betroffenen und interessierten Akteuren weiterentwickelt werden. Denkbar, so Frau Behncke, sei eine Weiterentwicklung der Inhalte unter Einbeziehung der Ergebnisse des vom Seniorenrat der Stadt Burgdorf am 29.01.2009 geplanten Bürgerforums „Alt werden und aktiv bleiben in Burgdorf“.
Herr Dr. Zielonka fasste die im Anschluss an den Vortrag von Frau Behncke vorgetragenen Auffassungen zusammen und stellte fest, dass sich der Ausschuss dafür ausspreche, das Projekt in der beschriebenen Form weiter zu entwickeln.
