Sitzung: 28.08.2025 Ausschuss für Jugendhilfe und Familie
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Frau Meinig bedankt sich herzlich für die Vorstellung der so wichtigen Arbeit für Burgdorf und für das Engagement der Mitarbeitenden. Die Räumlichkeiten seien beeindruckend. Es sei zu hoffen, dass die Finanzierung weiterhin gesichert sei.
Herr Wortmann zeigt sich ebenfalls beeindruckt von den Örtlichkeiten und der Arbeit. Er gibt zu bedenken, dass es zum Erlernen der handwerklichen Fähigkeiten nicht genug Platz gebe und zu wünschen sei, dass die Räumlichkeiten deutlich größer wären.
Frau Fronia bekräftigt, dass die Jugendwerkstatt gern an diesem Standort bleiben möchte. Das Vorteil sei, dass nie alle 16 Jugendlichen gleichzeitig vor Ort seien und es so vom Platzbedarf her meist passe. Die große Außenfläche entschädige für die kleineren Räumlichkeiten im Innenbereich.
Frau Ruhkopf erkundigt sich, was passiere, wenn die 16 Plätze ausgereizt seien, es aber noch Bedarf seitens einer/s Jugendlichen gebe.
Frau Fronia erläutert, dass es noch 6 Plätze für „Schulpflichterfüller*innen“ gebe. Niemand werde von der Einrichtung weggeschickt, wenn er oder sie Bedarf habe. Allerdings sei es hinsichtlich der Zahl der Mitarbeitenden auch begrenzt, da die Zeit für zu viele Jugendliche fehle. Die Einrichtung stehe in engem Kontakt zur Schulsozialarbeit sowie zum Jugendamt Burgdorf. Ein derzeitig laufendes Projekt könne bei erfolgreichem Verlauf dazu führen, dass ggfs. mehr Personal bewilligt werde. Im Hause fänden auch Migrations-/Sucht- und Schwangerenberatung statt. Man leite die Jugendlichen in diesen Fällen auch an die richtigen Beratungsstellen weiter.
Herr Köneke weist auf ein aktuelles Schreiben der Stadt an das Land hin, bei dem mit einer Klage wegen nicht ausreichender Zahlungen gedroht werde. Dort hieße es, dass die Vermeidung von Schulabsentismus ebenfalls finanziell gefördert werden solle und aufgrund fehlender Unterstützung seitens der Region Hannover nicht erfolgen könne. Er könne dies nicht nachvollziehen, da die Jugendwerkstatt genau dieses Ziel verfolge.
Frau Szramka erläutert, dass in dem benannten Schreiben sicherlich das Projekt „2. Chance“ gemeint sei. Die Region Hannover biete dies für ihre eigenen Kommunen erfolgreich an und weigere sich, Kommunen mit eigenem Jugendamt innerhalb der Region an diesem Projekt teilhaben zu lassen und somit finanziell zu unterstützen. Die Stadt habe daraufhin die Einrichtung einer Schulsozialarbeiter*innenstelle auf eigene Kosten vornehmen müssen.
Herr Gohla erläutert, dass Herr Gunnar Otto an der RBG Burgdorf diese Aufgabe wahrnehme. Er stehe mit diesem sowie der Mobilen Jugendhilfe in engem Austausch.
Frau Gersemann ergänzt, dass sämtliche in den Burgdorfer Schulen tätigen Schulsozialarbeiter*innen den Schulabsentismus zu verhindern suchten und mit ihrer hervorragenden Arbeit zur Verbesserung der Situation beitrügen.
Frau Fronia betont, dass das Schöne an Burgdorf die kurzen Wege und die miteinander im Netzwerk arbeitenden Menschen seien, die die Burgdorfer Jugendlichen im Blick hätten.
Herr
Köneke betont, dass es enorm wichtig sei, dass die Region Hannover sich
auch in Burgdorf finanziell beteilige.
