Sitzung: 19.05.2025 Ausschuss für Jugendhilfe und Familie
Beschluss: zur Kenntnis genommen
a) Herr Engelen teilt mit, dass die Duale Studentin Samira Erdogan ihre Tätigkeit in der Jugendhilfe begonnen habe. Sie sei über insgesamt 7 Semester in verschiedenen Bereichen eingesetzt. An 3 Tagen pro Woche sei sie derzeit in seiner Abteilung beschäftigt; an den anderen 2 Tagen laufe das Studium in Hannover. Von dieser Studienform erhoffe er sich, gute Nachwuchskräfte an die Stadt zu binden.
b) Er sei erfreut, berichten zu können, dass der Allgemeine Soziale Dienst ab dem 01.07.2025 voll besetzt sein werde. Es habe erstaunlich viele Bewerbungen auf die durch ein Beschäftigungsverbot vakante Stelle gegeben. Die neue Kollegin sei ein vielsprechender Zugewinn.
c) Für die Soziale Gruppe „Die Wölfe“ sei eine passende Immobilie gefunden worden; der Mietvorvertrag sei bereits geschlossen worden. Die Auflagen des Landesjugendamtes wie u.a. die Umwidmung per Baugenehmigung und ein Brandschutzkonzept müssten nun umgesetzt werden. Nach den Sommerferien sei mit der Wiederaufnahme der Sozialen Gruppe zu rechnen.
d) In Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund sei eine „Notbett-AG“ gegründet worden. Es sei inzwischen keine Seltenheit mehr, dass Kinder oder Jugendliche bei Inobutnahmen bis nach Stendal oder Bremen verbracht werden müssten. Daher habe man nach günstigeren Alternativen gesucht. Man suche daher Personen, die für eine Nacht oder höchstens ein verlängertes Wochenende Notfälle aufnehmen würden. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien seien inzwischen ebenfalls überlaufen und böten keine Alternative.
Frau Gersemann erkundigt sich in diesem Zusammenhang nach der weiteren Entwicklung der vier Kommunen mit eigenem Jugendamt, die gemeinsame Verträge mit Anbietern schließen wollten.
Herr Engelen berichtet, dass der Austausch mit den Kommunen sehr gut sei, jedoch fehle es an Anbietern. Vorschläge seitens der Kommunen zu leerstehenden Landgasthöfen o.ä. scheiterten am Fachkräftemangel. In Lehrte sei derzeit im Gespräch, das Schwestern-Wohnheim des ehemaligen Krankenhauses zu nutzen. Ein Träger sei jedoch noch nicht gefunden worden.
Frau Voß möchte wissen, ob Inobhutnahmen inzwischen länger als geplant andauerten.
Herr Engelen führt aus, dass nach einer Inobhutnahme zunächst geprüft werden müsse, ob eine ambulante oder stationäre Anschlussmaßnahme erforderlich sei. Dies nehme Zeit in Anspruch.
e) Aktuell seien in 2025 bereits 3 jugendliche Personen unter 21 Jahren an Drogenkonsum verstorben. Diese Entwicklung sei beängstigend.
f) Frau Ehmcke-Schaaf teilt mit, dass die Mitteilungen zur Platzvergabe für die Kitas inzwischen verschickt worden seien. Es werde nun abgewartet, ob Kinder nach der Schuluntersuchung ggfs. noch zurückgestellt würden. Ende Mai sei dann mit dem Versenden der Mitteilungen für die restlichen Plätze zu rechnen.
g) Mit der Fertigstellung der neuen Kita am Ostlandring sei Mitte September 2025 zu rechnen. Nach Aufnahme der Kinder in der neuen Kita seien noch rund 80 Kindergartenkinder und ca. 17 Krippenkinder unversorgt.
