Herr Stadtbrandmeister Heuer stimmte mit den Ausschussmitgliedern ab, dass die Einsatzstatistik nicht mündlich dargelegt, sondern allein über das Protokoll veröffentlicht werde:

Protokollnotiz (Aufzeichnungen von Herrn Stadtbrandmeister Heuer):

Einsätze seit der letzten Sitzung (30.05.2024)

·         Hilflose Personen: 17x (1x Tragehilfe),

·         Wasserschäden: 15x,

·         Sturmschäden: 6x,

·         Brände: 17x (2x Gasgeruch, 3x PKW, 6x Reiterhof aufgrund Nachschau),

·         Technische Hilfeleistung: 7x (2x Tierrettung, 1x Betriebsstoffe, 3x VU, 1x Brauchwasserbereitstellung),

·         BMA/Rauchmelder:  16x (2x Pflegeheim, 4x Flüchtlingsunterkunft, 1x Schule (Nebelmaschine)),

·         BraSiWa: 2x,

·         DLK überörtlich:  1x (Uetze) und

·         Taucher überörtlich: 4x (Havelse, Steinhude, Langenhagen, Garbsen)

Brand des Reiterhofs Klussmann:

Der Brand des Reiterhofs Klussmann in Schillerslage habe die gesamte Stadtfeuerwehr Burgdorf gefordert. Darüber hinaus seien auch Kräfte aus Burgwedel und Lehrte sowie des THW angefordert worden. Positiv seien die geringe Zahl an Verletzten, ein fehlender Tierschaden sowie die Bevölkerungsbegleitung des Einsatzes (Unterstand für die Pferde auf einem anderen Hof, Bereitstellung von Verpflegung für die Einsatzkräfte). Auch die Dankesfeier der Betroffenen sei, trotz der Unterbrechung zur Brandnachschau an dem Abend, sehr positiv von den Mitgliedern aufgenommen worden.

Einweihung der IGS und Aufnahme des Schulbetriebes:

Das vermehrte Personenaufkommen zu Schulbeginn und Schulschluss, inklusive der Elterntaxis in der Zufahrt zur Feuerwehr, würden weiterhin kritisch beobachtet werden. Auch der Schleichweg in direkter Verlängerung des Radweges am Gebäude des THW stelle für wegfahrende Fahrzeuge durchaus die Gefahr einer Kollision mit ambitionierten Schülerinnen und Schülern dar.

Aus Sicht der Feuerwehr würden die geplanten Umbauarbeiten im südlichen Abschnitt „Vor dem Celler Tor“ eine Herausforderung mit sich bringen, da die Baustelle mit einer Schrankenanlage ausgestattet werden solle.

Wasserschaden im August mit Auswirkungen auf die Weststadt und Heeßel:

Das Brauchwasser sei diesmal über einen Faltbehälter am Feuerwehrhaus Heeßel und eine Entnahmemöglichkeit in der Nähe des Penny-Marktes gewährleistet worden.  In diesem Fall sei das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) mit einem Tanksattelauflieger für den Trinkwassertransport nicht in Anspruch genommen worden.

Ausbildung:

  • Die neue modulare Grundlagenausbildung Q1 sei erfolgreich abgeschlossen worden.
  • Die Region Hannover befinde sich in der Sache „Truppführerprüfung (Q3) und Angebot an Sprechfunkausbildung“ noch in der Findungsphase.

Herr Hinz fragte, ob nach dem Großbrand in Schillerslage Ausstattungsdefizite festgestellt worden seien. 

Herr Stadtbrandmeister Heuer erklärte, dass lediglich die Löschwasserbereitstellung als problematisch darzustellen sei.

Die Drehleitern aus Lehrte und Burgwedel seien abwechselnd zur Unterstützung angefordert und erstmalig der oszillierende Wasserwerfer (automatisch schwenkbar; Beschaffung für das kommende TLF 4000) eingesetzt worden.

Herr Hinz erkundigte sich nach dem aktuellen Sachstand des Löschwasserbedarfsplans.

Herr Enderle antwortete, dass die defizitären Bereiche, die durch die Stadtwerke/Avacon Wasser versorgt werden, behoben worden seien. Seitens des Wasserverbandes Hannover Nord fehle weiterhin ein Grunddatensatz, sodass eine abschließende Betrachtung nicht möglich sei.

Herr Sund fragte, ob der Wasserverband zur Datenlieferung verpflichtet werden könne.

Herr Enderle erklärte, dass die Satzung des Wasserverbandes diese Verpflichtung nicht vorsehe und ein (Übermittlungs-)Zwang nicht ausgeübt werden könne.

Herr Gawlik schlug vor, dass dem Wasserverband positiv unterstellt werden solle, dass eine entsprechend ausreichende Menge an Wasser geliefert werden könne.

Herr Enderle entgegnete, dass die Unterstellung nicht möglich sei. Die Stadt sei nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz für die Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und eine ausreichende Löschwassergrundversorgung verpflichtet.