Beschluss: festgestellt/genehmigt/abgearbeitet

a) Herr Gohla berichtet von einer Weihnachtswunsch-Aktion des Südstadtbistros. Alle Besucher*innen hätten sich im Rahmen der „Herzenswunschaktion“ ein kleines Geschenk wünschen dürfen. Am 23.12.2023 habe die feierliche Übergabe stattgefunden und viele Kinderherzen höher schlagen lassen.

b) Das Südstadtbistro biete seit dem 12.01.2024 mit finanzieller Unterstützung des Diakonieverbandes Hannover-Land bis zu den Osterferien jeden Freitag ein frisch gekochtes Mittagessen gratis für alle Besucher*innen an.

c) Eine Kollegin aus dem Südstadtbistro biete außerdem in Zusammenarbeit mit der Gudrun-Pausewang-Grundschule in einer Nichtschwimmer-AG die Möglichkeit an, das „Seepferdchen“ zu absolvieren.

d) Im März 2024 sei die Kinderfreizeit auf Schloss Dankern geplant. Vom 14.06. bis 16.06.2024 finde wieder das Jungen-Aktionscamp statt. Außerdem sei im Juni 2024 das Südstadt-Camp geplant. Die Kurzfreizeit „Klettern und Zelten auf dem Ith“ sei vom 29.07. bis 31.07.2024 geplant. Die Aktion „Hochseilgartenwoche“ finde im August 2024 statt.

e) Die Mobile Jugendhilfe sei inzwischen organisatorisch von der Jugendhilfe in die Jugendpflege überführt worden. Die Kollegin fertige derzeit eine Bedarfsanalyse zur Zukunft der Mobilen Jugendhilfe in Burgdorf an.

f) Herr Engelen stellt sich als derzeit kommissarischer Leiter der Abteilung „Jugendhilfe“ vor und freut sich über die positive Entwicklung der personellen Situation des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD). Zum 15.02.2024 seien insgesamt 3,5 Stellen von 4 Stellen besetzt. Mit einem Anteil, den er selber in den Raten übernehme, sei damit eine Besetzung von 100 % zu verzeichnen.

g) Zum 01.02.2024 werde zudem die vakante Stelle im Familienservicebüro wiederbesetzt.

h) Bereits zum 01.01.2024 konnte eine neue Kollegin für den Bereich „Frühe Hilfen“ gewonnen werden.

Insgesamt sei das Team seiner Abteilung hochmotiviert. Der Kampf für das Jugendamt habe sich gelohnt; die Mitarbeiter*innen seien äußerst engagiert.

i) Frau Szramka berichtet von den Verhandlungen im Rahmen der Evaluation des Jugendhilfekostenausgleichs. Am 20.03.2023 habe das Auftaktgespräch mit der Region Hannover und den betreffenden Kommunen mit eigenem Jugendamt der Städte Laatzen, Langenhagen, Lehrte und Burgdorf stattgefunden. Die Region habe eine große Kooperationsbereitschaft zur Verhandlung der neuen Rahmenbedingungen signalisiert. Um das Fachwissen zu bündeln, seien zu den einzelnen Aufgabenbereichen Arbeitsgruppen gebildet worden, die ihren Bereich fachspezifisch untersucht hätten. Dabei seien neue Raten und Fallzahlen sowie weitere Bedingungen zwischen den Fachkräften ausgehandelt worden. Ein zweites Gespräch zum Zwischenstand sei am 20.06.2023 erfolgt. Die abschließende Vorstellung der Ergebnisse habe am 08.09.2023 bei der Region Hannover stattgefunden. Die Beschlussdrucksache sei im Jugendhilfeausschuss der Region Hannover am 08.02.2024 vorgesehen und gehe am 05.03.2024 in die dortige Regionsversammlung. Der Abschluss der neuen Standards sei anschließend mit der Unterschrift der jeweiligen Hauptverwaltungsbeamt*innen geplant. Die neuen Standards sollen rückwirkend ab 01.01.2024 gelten.

j) Frau Szramka kommt auf eine Nachfrage von Herrn Nijenhof und Frau Meinig aus der Sitzung vom 06.03.2023 hinsichtlich der Frage der Altersstruktur von Mündeln in der Vormundschaft zurück. Sie berichtet, dass die Mündel zwischen 7 Monaten und 17 Jahre alt seien. Die Fallzahlen hätten sich von 2018 (22 Fälle) über die letzten Jahre (2019: 31 Fälle, 2022: 38 Fälle) erheblich gesteigert. Anhand zweier Monate des Jahres 2023 solle die Altersstruktur verdeutlicht werden:

März 2023:

0-5 Jahre:            10 Fälle

6-11 Jahre:         13 Fälle

12-17 Jahre:      17 Fälle (hiervon: 1 UMA)

                               40 Fälle gesamt

Oktober 2023:

0-5 Jahre:            10 Fälle

6-11 Jahre:         11 Fälle

12-17 Jahre:      19 Fälle (hiervon: 4 UMA)

                               40 Fälle gesamt

Bei den genannten Zahlen handele es sich nicht zwingend um dieselben Kinder und Jugendlichen. Durch Abgabe von Fällen, Gerichtsentscheidungen und Volljährigkeit fielen Kinder/Jugendliche heraus, neue Fälle kämen hinzu.

Herr Nijenhof fragt nach, ob die Fälle sich überlappten. Dies wird von Frau Szramka bejaht.

k) Frau Gersemann begrüßt Frau Lilienthal nun offiziell als neues Mitglied des Ausschusses herzlich und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Frau Lilienthal stellt sich vor und gibt ihrer Freude über die Mitwirkung an dem so wichtigen Ausschuss Ausdruck.

l) Frau Gersemann gibt bekannt, dass Frau Lehrke-Ringelmann, die über eine lange Zeit eine wertvolle Mitarbeit im Ausschuss geleistet habe, diese Tätigkeit nun beende und von Frau Sarah Warnecke als Koordinatorin des Familienzentrums „beerbt“ werde.

m) Am 20.01.2024 habe eine Veranstaltung des Kinderschutzbundes Burgdorf in Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst (PKD) der Stadt Burgdorf zu den Themen „körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen, sexueller Missbrauch und Vernachlässigung“ stattgefunden. Den Fachkräften des PDK sei es in einem neuen Konzept gelungen, ihrer anspruchsvollen Aufgabe einen weiteren wichtigen Eckpfeiler hinzuzufügen. Mit dem Kinderschutzkonzept könnten Pflegeeltern ihren Aufgaben professionell und engagiert gerecht werden und schafften sichere Orte für ihre Schützlinge. Die drei Kolleginnen des Pflegekinderdienstes der Stadt Burgdorf zeigten dabei ein großes Engagement in der Begleitung der Pflegeeltern. Dies zu würdigen, sei ihr ein großes Anliegen.

Herr Kugel ergänzt, dass es derzeit 40 Pflegefamilien in Burgdorf gebe, die sich in den Dienst der Kinder gestellt hätten. In diesen Familien würden insgesamt 49 Kinder und Jugendliche betreut. Es gebe zudem 2 Kinder in Bereitschaftspflege.

n) In einer Rückschau/einem Ausblick macht Frau Gersemann deutlich, dass das Verhältnis zwischen der Leitung des Jugendamtes und dem Ausschuss für Jugendhilfe und Familie über eine lange Zeit von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt gewesen sei. Die enge Zusammenarbeit sei prinzipiell wichtig, da der Ausschuss laut Sozialgesetzbuch ein Teil des Jugendamtes sei. Dieses gute Verhältnis sei zum Ende des letzten Jahres auf eine harte Probe gestellt worden, die zum Glück bestanden worden sei. Der Ernst der Lage sei jedoch für die Beschäftigten sehr belastend gewesen und der Umfang der Situation sei unterschätzt worden. Der bekannte Brief der Verwaltungsspitze an das Sozialministerium sei in der Politik und in der Öffentlichkeit nicht gut angekommen und man habe um das Fortbestehen der Trägerschaft der öffentlichen Jugendhilfe bangen müssen. Es sei der Eindruck vermittelt worden, dass das Jugendamt aufgegeben werden solle. Die geringe Wertschätzung und das diesbezügliche Versagen der Führungskräfte sowie erhebliche Kommunikationsdefizite hätten zu einem Vertrauensverlust bei Politik, Bevölkerung und Beschäftigten geführt.

Sie sei erleichtert, dass der Bürgermeister nun die ersten richtigen Schritte in die Wege geleitet habe und künftig ein regelmäßiger Austausch mit dem Ausschuss geplant sei, um die Arbeitszufriedenheit und die Lage der betroffenen Beschäftigten zu verbessern. Es werde daran gearbeitet, die Prozesse zur Reflexion der Ereignisse mit professioneller Unterstützung aufzuarbeiten, um nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Respekt und Vertrauen müssen nun wiederhergestellt werden. Sie sei sehr zuversichtlich, dass dies nun umgesetzt werden könne.