Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Der Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport fasste nach Ziffer 1 einstimmig und nach Ziffer 2 mehrheitlich folgenden empfehlenden

 

Beschluss:

 

1.            Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlen wird eine Bandbreite Wanderungsbewegung (BW) und eine Bandbreite Inklusion (BI) je Schule wie folgt festgelegt:

 

Bandbreiten                                                                                                                    BW              BI                                                                                   

 

Gudrun-Pausewang-Grundschule                                                          +6%             +7%

                Astrid-Lindgren-Grundschule                                                   +5%             +4%

Grundschule Burgdorf                                                                 +5%           +10%

Waldschule Ramlingen-Ehlershausen                                   +3%             +4%

Grundschule Otze                                                                                         +6%             +6%

Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule                                      +15            +10%

Gymnasium Burgdorf                                                                   -5%              +1%

 

2.            Die sich aus der Anwendung der in Ziffer 1 des Beschlussvorschlages festgelegten Bandbreiten ergebenden Zügigkeiten sind Grundlage für eine von der Verwaltung gemeinsam mit den Schulleitungen aufzustellende Raumplanung und Schülerstatistik für die Schulen in Trägerschaft der Stadt Burgdorf.

 

3.            Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlen für die Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf und das Gymnasium Burgdorf wird das Anwahlverhalten zum 5. Jahrgang (Übergang vom Primar- zum Sekundarbereich I) wie folgt festgelegt:

Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf                    40 %
Gymnasium Burgdorf                                                                                   60 %

 

 

4.            Zur Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Schülerzahlentwicklung im Sekundarbereich II des Gymnasiums Burgdorf wird die Übergangsquote je Jahrgang mit 90% festgelegt.

 

    

 


Herr Barm stellte die Vorlage zu den Bandbreiten kurz vor und unterstrich, dass mit den neuen Bandbreiten konkretere Schülerzahlenprognosen möglich seien. Die aktuelle, nach Beschlusslage festgelegte Bandbreite Anwahlverhalten von 50% zu 50% für die Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf und das Gymnasium Burgdorf sei nicht mehr realistisch. Die Neuberechnung habe eine Anwahlquote von 40% zu 60% ergeben.

 

Eine Betrachtung des Anwahlverhaltens zum 5. Jahrgang in Bezug auf die Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen wurde in der Vorlage besonders beleuchtet. Aktuell haben sich zum Schuljahr 2021/22 am Gymnasium Burgdorf 159 Schülerinnen und Schüler (davon 13 auswärtige) und an der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf 147 Schülerinnen und Schüler (davon 3 auswärtige) für den 5. Jahrgang angemeldet.

 

Herr Nijenhof erkundigte sich unter Bezugnahme auf die Anmeldezahlen zum Schuljahr 2020/2021, warum die Anwahlquote gleichwohl von 50% zu 50% auf 40% zu 60% geändert werden sollte. Herr Nijenhof erklärte dazu, dass die Sekundarstufe II der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf als Anwahlgrund noch gar nicht richtig greife. Sobald dies geschehe, werde sich die Anwahlquote wieder auf 50% zu 50% zurückbewegen. Die Tendenz zeige klar auf, dass 50% zu 50% in den nächsten Jahren wieder greifen werde. Herr Barm verdeutlichte, dass die Auswertung in der Vorlage aufzeige, dass seit 2015 die Anwahlquote bei 40% zu 60% gelegen habe. Herr Schulz teilte mit, dass die Zahlen flexibel seien und immer wieder untersucht würden. Sollte eine Änderung notwendig sein, so könne diese schnell und flexibel erfolgen. Frau Gersemann teilte die Ansicht von Herrn Schulz, dass eine Anpassung der Anwahlquote jederzeit erfolgen könne, sollte sich das Anwahlverhalten wieder verändern. Herr Kugel ergänzte, dass der Schulträger jedes Jahr u. a. die Schülerzahlen der Politik vorstelle. Sollte festgestellt werden, dass irgendeine Quote nicht mehr realistisch sei, werde diese untersucht und bei Bedarf verändert. Herr Zschoch teilte mit, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen. Die Verwaltung und die Politik können flexibel und jederzeit eine Anpassung vornehmen. Herr Zschoch fragte, warum die Inklusionsquote der Grundschule Burgdorf auf 10% festgelegt werden solle. Vorlage zeige auf, dass lediglich eine durchschnittliche Inklusionsquote von ca. 5% ermittelt wurde. Herr Blumenstein erläuterte, dass in der Grundschule Burgdorf noch viele Fördergutachten offen gewesen seien und diese Fördergutachten auch bestimmten Fristen unterliegen. Diese offenen Fördergutachten würden noch abgearbeitet und seien daher bereits in die Betrachtung einbezogen worden. Die Inklusionsquote sollte daher auf 10% festgelegt werden.

 

Herr Nijenhof beantragte, die Abstimmung getrennt vorzunehmen. Herr H. Braun schlug vor, die Ziffern 1, 2 und 4 als Paket und die Ziffer 3 gesondert abzustimmen.

 

  1. Abstimmungsergebnis Paket (1,2,4): einstimmig
  2. Abstimmungsergebnis Einzeln (3):          8 Ja-Stimmen und 1 Gegen-Stimme