TOP Ö 2: Sachstandsbericht zum Neubau Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf

Beschluss: festgestellt/genehmigt/abgearbeitet

Herr Fischer stellte die Constrata Ingenieursgesellschaft mbH vor und führte zu Beginn kurz aus, warum sich der Bedarf der Sporthalle der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf von 3-Feld auf 4-Feld erhöht habe. Er verdeutlichte, dass der real errechnete Bedarf der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf an Sporthallenkapazität bei 5,04 Sportübungseinheiten (=Feldern) liege. Der zusätzliche Bedarf von 1,04 könne über im Wesentlichen im Rahmen einer Kooperation mit der Förderschule "Schule am Wasserwerk" der Region Hannover abgebildet werden. Die Region Hannover plane den Bau einer 2-Feld-Sporthalle für die Förderschule. Die Nutzerbedarfsanalyse der Beratungsgesellschaft Drees und Sommer SE zeige deutlich, dass der Bedarf für eine 4-Feld-Sporthalle absolut gegeben und Mindestmaß sei. Herr Fischer zeigte u. a. auf, dass mit einer Tribüne auch große Schulsport- und Vereinssportveranstaltungen möglich wären. 

 

Weiterhin erklärte Herr Fischer den anwesenden Ausschussmitgliedern die zukünftige Beratungsfolge. Diese sehe vor, dass die Fraktionen bis zur gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport sowie des Ausschusses für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau am 02.03.2020 über den erhöhten Bedarf der Sporthalle und die Tribünensituation beraten können. In der gemeinsamen Sitzung am 02.03.2020 sollte dann eine Empfehlung für die Sitzung des Rates der Stadt Burgdorf im April 2020 abgegeben werden.

 

Herr Duensing stellte mithilfe einer Power-Point-Präsentation (siehe Anlage) den erhöhten Bedarf und die Tribünensituation sowie die damit einhergehende Kostensituation dar. Er machte deutlich, dass eine lineare Berechnung für ein weiteres Hallenfeld nicht funktioniere. Das zusätzliche Hallenfeld gehe mit einem finanziellen Aufschlag von 43 Prozent einher. Hintergründe seien u. a. benötigte Verkehrs-, Technik- und Sicherheitsflächen sowie steigende Baukosten (10 bis 20 Prozent) in dieser Zeit. Herr Duensing bat zum Abschluss seines Vortrages darum, für die Beratungen in den Fraktionen die vorgestellten Mittelwerte des Kostenrahmens heranzuziehen. 

 

Herr H. Braun dankte Herrn Duensing und fragte, ob der Risikoaufschlag im Verfahren in den vorgestellten Zahlen enthalten sei. Herr Duensing bejahte, in der Mittelung wie in der Präsentation dargestellt. Herr Dreeskornfeld fragte, ob nach der gemittelten Variante mit Tribüne Mehrkosten von knapp 2,8 Mio. Euro hinzukämen. Herr Duensing bestätigte, dass die Tribüne ungefähr 2,8 Mio. Euro kosten würde. Herr Runge dankte Herrn Duensing und mahnte, die Sportlandschaft in den nächsten Jahren zu beachten. Sporthallensanierungen und Ertüchtigungen uvm. stünden in den nächsten Jahren an. Herr Fischer ergänzte, dass die vorhandene Infrastruktur am Standort sehr gut sei, daher böten sich auch viele Optionen an. Herr Schulz stellte klar, dass der Bedarf einer 4-Feld-Sporthalle unstrittig sei. Hinsichtlich der Entscheidung über eine Tribüne stellte er fest, dass diesbezüglich zu wenig Informationen vorlagen. Er bat die Verwaltung um weiterführende Informationen. Frau Meinig dankte Herrn Duensing und bat ebenfalls um weiterführende Informationen zur Tribüne, um die Notwendigkeit zu untermauern. Grundsätzlich sei eine Tribüne wünschenswert, so Frau Meinig abschließend.

 

Herr Kugel führte dazu aus, dass über die Schulnutzung hinaus auch eine Nutzung der Halle durch Sportvereine stattfinden werde. Ein strategisches Ziel Burgdorfs sei es, die Einwohnerzahl auf über 30.000 Einwohner zu halten. Den Einwohnern müssten Angebote über das „Pflichtprogramm“ hinaus unterbreitet werden.  Wichtig sei eine zukunftsorientierte langfristige Sicherstellung von Angeboten. Positiver Nebeneffekt einer RBG-Sporthalle mit Tribüne könnte sein, dass sich die Parkplatzsituation in der Südstadt entspannen würde, da viele größere Veranstaltungen in der neuen Halle durchgeführt werden könnten. Abschließend regte Herr Kugel die Ausschussmitglieder dazu an, langfristig zu denken. Es handele sich in erster Linie um eine Einschätzung, was zukünftig in Burgdorf benötigt werden könnte und was die Bürgerinnen und Bürger von ihrer Stadt erwarten würden.

 

Herr J. Braun fragte, ob die Kosten für die Außensportanlagen bereits in der Kostenaufstellung enthalten seien. Herr Duensing verneinte. Herr J. Braun erkundigte sich, ob die Ausstattungen der Sporthalle am aktuellen Standort übernommen werden könnten. Herr Barm teilte mit, dass noch keine abschließende Betrachtung dazu stattgefunden habe, aber davon ausgegangen werde, dass nicht die gesamte Ausstattung neu angeschafft werden müsse.

 

Herr Gottschalk dankte Herrn Duensing und regte an, Synergieeffekte mit der Förderschule, aber auch mit den Vereinen, zu suchen und zu nutzen. Des Weiteren sei zu prüfen, ob Fördermittel abgerufen werden könnten. Herr Kugel habe sinnvolle Argumente für eine Tribüne vorgetragen, so Herr Gottschalk abschließend.  

 

Frau Thieleking führte aus, dass der Bedarf für eine 4-Feld-Sporthalle mit Tribüne gegeben sei, sie erkenne die Potentiale mit einem ganzheitlichen multifunktionalen Ansatz. Die Sporthalle mit Tribüne könnte für Großveranstaltungen der Schulen und aller Vereine genutzt werden, eine Vermietung an Dritte sei ebenfalls möglich.

 

Frau van Waveren-Matschke teilte mit, dass sie sich den Ausführungen von Frau Thieleking anschließe – allerdings dürfe eine bessere bzw. größere Sporthalle nicht zu Einschränkungen bei der sonstigen Planung für Gebäude und Außenbereich der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf führen.

 

Herr Dreeskornfeld führte aus, dass die Kosten für eine 4-Feld-Sporthalle mit Tribüne zwangsläufig zu Steuererhöhungen führen könnte.

 

Herr Runge teilte die Bedenken von Herrn Dreeskornfeld hinsichtlich der finanziellen Situation der Stadt Burgdorf. Eine zukunftsorientierte Betrachtung lasse jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, dass Burgdorf zukünftig mit der Sporthalle nebst Tribüne besser aufgestellt sei. Er plädierte für eine Übersicht über den bestehenden Sanierungsbedarf an den Sporthallen der Stadt Burgdorf als Entscheidungshilfe. Herr Kugel sagte zu, diese Bitte weiterzuleiten. 

 

Frau Gersemann teilte mit, dass sie einen großen Mehrwert für alle in Burgdorf sehe. Insbesondere, wenn zukünftig Sanierungen maroder Sporthallen anstünden, könnte flexibel darauf reagiert werden. 

 

Herr Pollehn unterstrich, dass sich die Kosten für eine 4-Feld-Sporthalle mit Tribüne entgegen der ursprünglichen Kalkulation verdoppeln würden (ca. 13 Mio. Euro statt 6,5 Mio. Euro). Darüber hinaus sehe er keinen finanziellen Handlungsspielraum. In diesem Findungsprozess sollten die Burgdorfer Ortschaften unbedingt beteiligt werden.

 

Alle Fraktionen erkannten den erhöhten Bedarf für eine 4-Feld-Sporthalle für die Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf an.