TOP Ö 3.2: Betriebsabrechnung "Obdachlosenunterkünfte 2016 - 2017"

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Abstimmung: Ja: 9

Herr Kugel erläuterte kurz, dass die Seite „Auf einen Blick“ in der Betriebsabrechnung der Obdachlosenunterkünfte 2016 – 2017 einen umfassenden Überblick ermögliche. Er machte deutlich, dass die kontinuierliche Verbesserung des Kostendeckungsgrades sich zwar positiv lese, gleichzeitig aber auch bedeute, dass mehr Menschen auf die Unterkunft angewiesen seien. Grundsätzlich sei ein Kostendeckungsgrad von Null am erfreulichsten, da dies bedeuten würde, dass keine Menschen obdachlos seien. Auf Nachfrage Herrn Knauers erklärte Herr Kugel, dass keine Einschätzung über die zu erwartende Entwicklung möglich sei.

 

Herr Braun erkundigte sich nach der prozentualen Auslastung der Burgdorfer Obdachlosenunterkünfte. 

 

Herr Kugel sagte zu, die Zahlen bei der Ordnungsabteilung zu erfragen und über das Protokoll nachzureichen.

 

Antwort über das Protokoll:

Die Auslastung der mobilen Obdachlosenunterbringung ist in den letzten Jahren konstant. Sie liegt jährlich zwischen 800 und 1100 Übernachtungen, die sich auf einen Personenkreis von ca. 50 Wohnungslosen verteilt.

 

Durch den Wegfall der Kooperation mit der Tageswohnung zum 01.01.2016, die im Vorfeld präventive Sozialarbeit zu Verhinderung der Obdachlosigkeit angeboten habe, erhöhte sich die Anzahl der stationär eingewiesenen Personen im Laufe des Jahres 2016 von 2 auf 8 Personen.

Im Jahre 2017 erhöhte sich die Zahl auf 11 Personen.

In den Jahren 2018 und 2019 blieb die Zahl der eingewiesenen Personen auf diesem hohen Niveau.

Derzeit seien 10 Personen stationär in der Obdachlosenunterkunft Drei Eichen 1 und 1a untergebracht.

 

Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Plätze für stationär untergebrachte Wohnungslose liegt aktuell bei 12 Plätzen.

Des Weiteren stehen für mobile Wohnungslose 6 Schlafplätze zur Verfügung.

 

Die prozentuale Auslastung hat sich in den letzten 5 Jahren somit von 25 Prozent auf ca. 85 Prozent erhöht, bei weiterhin starkem Belegungsdruck durch Zwangsräumungen und dem allgemeinen Mangel von günstigem Wohnraum.

 

Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Integration und Prävention nahmen die Betriebsabrechnung ‚Obdachlosenunterkünfte 2016 – 2017‘ abschließend zur Kenntnis.